Ehrenmitglieder

Für herausragende sportliche Leistungen und langjährige verdienstvolle Tätigkeit zum Wohle des Vereines ehrt der SV Glienicke regelmäßig Mitglieder, Mannschaften und Abteilungen. Die höchste Auszeichnung ist die Ehrenmitgliedschaft. Sie wird an Einzelpersonen in Würdigung herausragender Verdienste um die Entwicklung und Förderung des Vereins verliehen. Näheres regelt die Ehrenordnung des Vereins vom 10. November 2009.


Joachim Gonther (2013)

Im Oktober 1943 geboren, wuchs Joachim Gonther in Oranienburg auf. Mit 12 Jahren wurde er Mitglied im Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB). Auch während seiner Zeit beim Militär war er – als Fußballer im Armeesportklub – sportlich aktiv. Nach Wehrdienst und Hochzeit landete Joachim Gonther in Glienicke, wo er am 1. Juni 1968 der BSG Einheit Glienicke beitrat und sich schnell einen Stammplatz in der 1. Mannschaft der Sektion Kegeln erspielte. Beim Neubau der Kegelbahn zwischen 1975 und 1980 gehörte "Jo" zu den aktiven Helfern, wofür er 1979 mit der Ehrennadel des DTSB Stufe III ausgezeichnet wurde. Eine weitere Auszeichnung erhielt Joachim Gonther 1981 mit dem Leistungsabzeichen des Deutschen Keglerverbands (DKV) in Silber für seine sportlichen Leistungen.

Anfang der 80er Jahre übernahm Joachim Gonther Verantwortung für die Jugendarbeit im Vorstand des Gesamtvereins, ohne jedoch Vorstandsmitglied zu sein. Am 22. Oktober 1983 wählten die Mitglieder ihn zum Vorsitzenden der BSG. Mit der Wendezeit, die einen spürbaren Mitgliederschwund zur Folge hatte, wurde aus der Betriebssportgemeinschaft der SV Glienicke/Nordbahn. Leider war der Vorstand kaum mehr aktiv. Jo Gonther erledigte alleine die notwendigen organisatorischen Arbeiten, um die Gemeinnützigkeit und finanzielle Förderung zu sichern – und hielt damit den Verein am Leben. 1996 konnte die Arbeit mit einem neuen Vorstand wieder auf mehrere Schultern verteilt werden, auf eigenen Wunsch gab Joachim Gonther den Vorsitz jedoch ab.

Von 2000 bis 2010 unterstützte Joachim Gonther den Vereinsvorstand erneut, diesmal als Kassenwart. Auch für die Kegelabteilung fand er wieder Zeit und spielt heute aktiv in der Seniorenmannschaft ABC, die als neue Kreisligamannschaft gebildet wurde.

Für seine für den Verein geleistete herausragende Arbeit erhielt Joachim Gonther (Foto: rechts) auf der Mitgliederversammlung am 27. November 2013 die Ehrenmitgliedschaft im SV Glienicke aus den Händen der Vereinsvorsitzenden Sabine Krüger und Versammlungsleiter und Freund Rainer "Bubi" Meier.

 

Rainer Meier (2011)

Rainer Meier, Jahrgang 1946, ist seit dem 1. Januar 1961 Mitglied im SV Glienicke/Nordbahn (ehemals BSG Einheit Glienicke), Abteilung Kegeln. Schon als Schüler kam er mit dem Kegelsport in Kontakt, da sein Vater in der Kegelabteilung leitende Funktionen inne hatte und Rainer als „Kegeljunge“ mithalf, die Kegel der damals noch nicht automatisierten Anlagen aufzustellen. Im Jahre 1961 trat er dann schließlich gemeinsam mit vielen Gleichaltrigen dem Sportverein als Mitglied der Kegelabteilung bei.

In den Folgejahren kegelte er regelmäßig in den Männermannschaften und half bei der Organisation in der Kegelabteilung mit, sei es im Rahmen von gesellschaftlichen Höhepunkten (Blütenfeste der Kegler) oder beim Aufbau einer neuen Vier-Bahnen-Kegelanlage in den Jahren 1974-1979.

Nach der Wende  übernahm Rainer Meier von 2001 bis 2006 den Vorsitz der Kegelabteilung. Hier überzeugte er durch unermüdlichen Einsatz und Umsicht, insbesondere auch angesichts der Tatsache, dass durch Planungen der Gemeinde die Kegelbahnanlage einem Seniorenpflegeheim weichen sollte. Als er den Vorsitz der Abteilung abgab, hatte er weiterhin im Rahmen von Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung Anteil daran, dass eine neue Kegelbahnanlage in Glienicke errichtet wurde. Darüber hinaus war er von 1996 bis 2010 Mitglied im Vereinsvorstand, die letzten beiden Jahre als stellvertretender Vorsitzender.

Rainer Meier ist weiterhin Mannschaftsleiter einer der Männermannschaften der Abteilung Kegeln und leitet regelmäßig die Mitgliederversammlungen des Gesamtvereins. „Bobsche“ oder „Bubi“, wie er von allen genannt wird, ist im gesamten Verein und auch bei den Sportskameraden aus anderen Vereinen bekannt und beliebt. Bubi Meier steht mit Rat und Tat zur Seite und überzeugt mit seinem Kampf- und Sportsgeist.

Für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit in der Abteilung Kegeln, die maßgebliche Unterstützung beim Bau der neuen Glienicker Kegelbahnanlage, seine Tätigkeit als Vereinsvorstand und seine bis heute andauernde Unterstützung im Verein wurde Rainer Meier am 23. November 2011 mit der Ehrenmitgliedschaft im SV Glienicke ausgezeichnet.

 

Renate Hertzfeldt (2010)

Die sportlichen Aktivitäten von Renate Hertzfeldt (geb. 1935) reichen bis in ihre Studienzeit zurück. Seit 1960 nahm sie am Frauenturnen in unserem Verein teil, obwohl sie erst am 01. Juni 1964 Mitglied in der BSG "Einheit" Glienicke/Nordbahn wurde. Ebenfalls ab 1960 wirkte sie, neben Paul Wollenberg, beim Turnen als Übungsleiterin und Organisatorin mit. 1970 wurde Renate Hertzfeldt zur Sektionsleiterin Turnen gewählt. Unter ihrer Leitung entstand eine arbeitsfähige und aktive Sektionsleitung. 1980 gab sie die Leitung ab, blieb aber bis zum März 1997 stellvertretendes und aktives Mitglied in der Sektions- bzw. Abteilungsleitung. Insgesamt arbeitete sie somit 27 Jahre in der Abteilungsleitung.

Renate Herzfeldt war auch beim Waldlauf aktiv. Zu Anfang waren es volkssportliche Aktivitäten außerhalb des Vereins, dann innerhalb der Sektion Waldlauf der damaligen BSG. Als Mitglied des Waldlaufkommitees war sie ab 1970 etwa zehn Jahre für den Stützpunkt Glienicke-West und für die Durchführung der Gymnastik am Stützpunkt verantwortlich. Der Stützpunkt löste sich auf, als die Strecke gesperrt und dort gebaut wurde. Das Waldlaufkomitee erhielt 1972 die "Medaille für Verdienste um den olympischen Alltag".

1971 erwarb Renate Hertzfeldt den Übungsleiterausweis Stufe I für Gymnastik. Sie erweiterte ihr Wissen ständig und begeisterte weitere Sportfreundinnen für die Übungsleitertätigkeit, so dass in den 80er Jahren bis zu acht Übungsleiterinnen für ein abwechslungsreiches Programm qualifiziert wurden. Ob Sportfest oder Sportabzeichen - sie nahm nicht nur jede Gelegenheit wahr, zum Sporttreiben zu ermuntern, sondern half jederzeit bei vielen organisatorischen Problemen im Verein.

1976 entstand mit ihrer Unterstützung eine Männer-Gruppe mit einer separaten Übungszeit. Ein Übungsleiter konnte ausgebildet werden, der die interessierten Kinder und Jugendlichen bis 1982 einmal wöchentlich trainierte.

Von 1996 bis 2000 war Renate Hertzfeldt Vorsitzende des SV Glienicke/Nordbahn e.V. Damit gehörte sie zu denjenigen, die für einen arbeitsfähigen Vereinsvorstand sorgten. In ihre Amtszeit fielen auch Planung und Bau der Dreifeldhalle. Von 1993 bis 1998 war sie gewählte Gemeindevertreterin und konnte in dieser Funktion unseren Verein aktiv unterstützen. Sie brachte die Wünsche und Vorstellungen der Glienicker Sportler in den Hallenneubau ein. Die Eröffnung im Jahre 1999 fiel ins Jahr des 50jährigen Bestehens unseres SV und wir alle sind heute die Nutznießer dieser Dreifeldsporthalle. Durch die größeren und verbesserten räumlichen Kapazitäten erweiterte sich auch unser Verein um die Abteilungen Fußball (1997), Tischtennis (1999), Badminton (1999) und Sportschießen (2000).

1997 organisierte Renate Hertzfeldt Übungsleiter für eine Kindergruppe "Allgemeines Turnen" und eine Mutter-und-Kind-Gruppe. Die Eltern-Kind-Gruppe ist seitdem eine feste Einrichtung in der Abteilung Frauenturnen/Gymnastik.

Die Gymnastik im Glienicker Seniorenclub hatte sie 1979/1980 übernommen und dann wieder ab 1999, die ab 1997 durch eine weitere Gruppe für Sitzgymnastik ergänzt wurde. Unermüdlich unterstützt sie die "Sitzgymnastik" und das "Seniorenturnen" beim Seniorenclub unseres Ortes, die wöchentlich, auch in den Ferien, stattfinden. Renate Hertzfeldt sorgte ebenfalls dafür, dass nicht nur aus der Abteilung Frauenturnen/Gymnastik, sondern auch aus den Reihen der Senioren Übungsleiter zur Verfügung stehen und so die Übungsnachmittage (insgesamt über 60 Mitglieder) noch abwechslungsreicher gestaltet werden können.

Aus gesundheitlichen Gründen ließ sie sich im Jahr 2000 nicht wieder in den Vorstand wählen. Statt dessen widmete sie ihre Zeit und ihr Engagement dem Seniorensport, stand der Abteilungsleitung aber auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Renate Hertzfeldt hatte großen Anteil daran, dass sich der SV Glienicke nach der Wendezeit nicht auflöste und 2008 sein 60-jähriges Vereinsjubiläum feiern konnte.

Für ihre herausragenden Leistungen, ihr überragendes Engagement und ihre 50-jährige ununterbrochene ehrenamtliche Tätigkeit im und für den Verein sowie für dessen zweitälteste Abteilung Frauenturnen erhielt Renate Hertzfeldt am 17. November 2010 die Ehrenmitgliedschaft im SV Glienicke.


Ilse Gatz (2009)

Ilse Gatz (geb. 1936) war bereits als Jugendliche, von 1951 bis 1957, Mitglied im DTSB in einer Erfurter Handballmannschaft. Am 01. Oktober 1959 wurde sie Mitglied bei den Turnern der BSG "Einheit" Glienicke/Nordbahn und ist der Abteilung (mittlerweile Abteilung Frauenturnen/Gymnastik) bis heute treu.

Von 1962 bis 1964 trainierte sie in Glienicke die Handballmädchen der Schulsport-gemeinschaft.

1960 wurde sie in die Revisionskommission des SV gewählt und war bis 1971 als Mitglied der Kommission tätig. Als sie sich am 07. November 1975 wieder zur Verfügung stellte, wurde sie Vorsitzende der Revisionskommission und das ohne Unterbrechung bis 1996. Ab 1996 gab es laut Satzung nur noch Kassenprüfer, für die sie weiterhin die Koordinierung und Berichterstattung übernahm. Am 24. November 2000 gab sie diese Funktion ab.

Für ihre jahrzehntelange Mitarbeit im SV Glienicke und 50 Jahren Mitgliedschaft wurde Ilse Gatz am 27. Oktober 2009 mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

 

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